Gedanken zur Sword & Sorcery

Wenn ich nicht gerade Oneshots leite (was ich sehr gern mache) dann bin ich ein sehr gemächlicher Spielleiter. Es dauert lange bis sich in meinen Runden etwas bewegt, Ereignisse laufen am Anfang im Hintergrund und schieben sich nur sehr langsam ins Blickfeld meiner Spieler.

I’ve been experimenting with various formats for a Sword & Sorcery campaign and I am currently favoring a series of almost stand-alone small scale sandboxes. Only one or two settlements, one primary dungeon, one secondary dungeon, and various minor ruins and caves, populated with various NPCs who are plotting something that is going to blow up soon. This way you get the compactness and short-term scale common in Sword & Sorcery, but also give the players the ability to roam freely and get into trouble on their own as well as making friends and enemies of their own choosing, instead of just giving them are ready made scripted adventure to play out.

Und dann hat mir der Spieler von Kruun die beiden „Zitate“ in meinen Stream gespült.

Think of it as a serial campaign. Have later adventures build upon things that have happened in earlier ones. Use NPCs the players have met before, enemies who survived and escaped, locations the players have been to before, things like that.

While Sword & Sorcery stories are generally small scope and personal, the characters do leave permanent marks of their passing in their wake. People remember them, either fondly or badly, and the places they visited (and probably wrecked) still exist and things continue to happen there. If you have a somewhat coherent party of characters, their deeds in the past have an effect on the present. Travel to exotic places is nice, but I would recommend to frequently return to a central area where they can run into people they already know. The difference is that there is no campaign goal. Each adventure has its own goal and once that is completeted the next,unrelated goal comes up.

Und genau das ist es. So läuft es auch bei mir ab. Es ist schön zu sehen das es da draussen noch andere SLs gibt die es in Sachen Sword & Sorcery eher gemütlich angehen.

Für mich ist Lemuria eingangs eine riesige Sandbox in der ich meine Spieler mal hier und mal dahin reisen lasse. Sie sollen die Welt erleben, erfühlen. Das mag nicht jeder aber nach und nach manifestieren sich Orte und Menschen heraus zu denen Bindungen aufgebaut werden. Der Hintergrund der Charaktere wird eingebunden und am Ende ergibt sich eine stimmige Welt mit stimmigen Charakteren.

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Kruun befreit die Azurnen II

Kruun befreit die Azurnen Teil II (Zwei Spielrunden)

Logbuch der u’Nobs Vendetta Tag VI Nachtrag

hier berichtet Kapitän Kruun, Luftpirat

Die Schiffe trennten sich. Ein sicheres Zeichen, dass sie uns bemerkt hatten. Wir mussten uns entscheiden, welches wir zuerst angreifen sollten. Obwohl dafür nur Sekunden blieben, berücksichtigten wir alle Fakten und warfen eine Münze. Das Anlegemanöver an einem Schiffsmast ist nicht leicht. Kaum einem Piloten ist es bislang gelungen. Tatsächlich kann ich es nur von einem mit Sicherheit sagen. Von mir. Während ich das Schiff in Position hielt, bis es am Mast vertäut war, sprang Ka’ani kühn in die Takelage, Iphedimeir pustete Gegner mit seiner Magie vom Mast und u’Nob ging auf das Deck nieder wie ein Donnerschlag. Unser Magier schwebte hinterher, wie ein Blatt im Herbstwind und nun, da das Luftschiff sicher vertäut war, konnte auch ich den Sprung in die Wanten wagen.

Während Ka’ani, u’Nob und ich an Deck wüteten, wie ein Orkan, drang Iphedimeir in den Bauch des Schiffes und zu den Gefangenen vor. Es gab ein großes Hurra, als er die Gefangenen befreite und doch – oh Schreck – war kein Blauer unter ihnen. Unterdessen stellte Tanium einmal mehr seine eindrucksvolle Kraft unter Beweis, indem er einen Piraten durch die Planken der Galeere hindurch schlug. Auch Ka’ani und ich kämpften unterdessen wie die Teufel und lehrten die Piraten das Fürchten.

Doch der Kampf dauerte lange und die Gegner waren Zahlreich. Der unerschütterliche u’Nob ging zu Boden und selbst ich stand kurz davor. Doch der Anblick eines Dutzends Azurner, die das Deck stürmten, trieb das feige Piratenpack in die feuchten Arme der See. Iphedemeir war es gelungen diese armen Wesen im untersten Frachtraum aufzuspüren und zu befreien. Was zu diesem Zeitpunkt niemand ahnte: Die Blauen hatten gar kein Interesse daran für ihre Freiheit und ihre Sache zu kämpfen. Friedfertig wie die Lämmer und dabei eindrucksvoll wie eine Herde wilder Bouphons. Wie erfrischend anders da unser u’Nob vom Stamme der Tanium doch ist. Ein Krieger durch und durch!

Ein Geschäftsmann ist dagegen nicht an ihm verloren gegangen. Er verschenkte die Galeere kurzerhand an die Azurnen und die inzwischen ebenfalls befreiten Rudersklaven. Bei den blauen handelte es sich um die letzten Angehörigen des Stammes der Kavaar, der fast vollständig von den Mitis, einem sehr blutrünstigen Stamm der Azurnen, ausgelöscht wurden. Diese berauschen sich mit Ferozin, hausen am Rande des Qo-Dschungels und betreiben Sklavenhandel.

Toll, der Stammesführer, machte u’Nob wenig Hoffnungen, als er nach möglichen Überlebenden der Tanium gefragt wurde. Sein Sohn Borg war der einzige der Sippe, der etwas Mumm in den Knochen zu haben schien. Leider hatte er (noch) nichts zu sagen. Einen Schamanen namens Chun hatten sie auch noch mit dabei.

Außerdem erfuhren wir, dass sich auf dem anderen Schiff ein Zauberer namens Ikuppi, ein mächtiger Anwender finsterster und verwerflichster Künste, aufhalten sollte. Diese habe einen Pakt mit Vartarlar, der selbst den Thron des Piratenkönigs besteigen wolle, geschlossen.

Unterdessen hatte der letzte an Bord verbliebene Pirat, ein gewisser Nork, Probleme mit den Galeerensklaven bekommen. Wir haben weiche Herzen und nahmen in unter unsere Fittiche. Außerdem verfügt der Kerl über nützliches Wissen, das vor allem u’Nob bei seiner Suche weiterhelfen wird. Den Treffpunkt mit den Mitis zum Beispiel. Irgendwo zwischen Oomis und Festral. Außerdem wusste er zu berichten, dass Ikuppi ein Vertrauter des obersten Magiers von Thule ist – da wurde Iphedimeir hellhörig. Und bei seiner Begegnung mit den Mitis hatte er mit dem Stammeshäuptling Iorma persönlich zu tun.

Mit Toll handelten wir noch aus, dass sie sich bei unserer Karawanserei niederlassen und dort die Handelsnetzte wieder aufbauen sollten. Den Weg dorthin würden sie schon finden. Azurne sind für die weiten Strecken, die sie unermüdlich zurücklegen, bekannt.

Zurück auf dem Luftschiff ließen wir erst einmal unsere Wunden von Leandra versorgen und beschlossen eine Nacht durchzuschlafen. Das würde dabei helfen nach dem harten Kampf wieder zu Kräften zu kommen. Außerdem war ein Gewitter heraufgezogen und bei solchem Wetter lässt es sich nicht gut Piraten jagen.

Logbuch der Dämonenbraut Tag VII

hier fabuliert Kapitän Kruun, Seewolf

Einem Schiff auf hoher See zu viel Vorsprung zu lassen, ist nicht die geschickteste taktische Entscheidung. Hier sieht alles gleich aus. Ohne Iphedimeirs Magiegespür hätten wir die Galeere noch immer nicht gefunden. Einem Magier viel Zeit zur Vorbereitung zu lassen, ist eine taktisch noch ungeschicktere Entscheidung. Fast wünschte ich, wir hätten das Schiff nicht gefunden. Es liegt ein höllischer Kampf hinter uns. Die Dämonenbraut ist derzeit nicht flugfähig!

Ikuppi, dieser Mistkerl, holte uns mit seinem vermaledeiten Zauberwerk vom Himmel. Mit Purpurlicht und allem, was dazugehört. (Da kann sich aber Iphedimeir mal eine Scheibe davon abschneiden.) Dabei stürzte auch Nork und mit ihm sein Wissen über die Piraten in die Tiefe. Wir dümpelten einige Fingerbreit über der Wasseroberfläche dahin und die Galeere machte sich bereit uns zu rammen. Ich schlug einen gepflegten Sprung ins Wasser vor, aber Iphedimeir und u’Nob wollten unbedingt versuchen an Bord zu kommen. Trotz der fünf Dutzend Seesoldaten, die sich dort tummelten. Vielleicht lag es an dieser inneren Überzeugung selbst den taktisch bessern Vorschlag gemacht zu haben, dass es mir schließlich misslang, was sie schafften. Oder meine Verbundenheit als Kapitän mit meinem Schiff trug Schuld daran. Jedenfalls mussten sie schon einmal Vorarbeit leisten, ehe es schließlich auch ich über die Reling schaffte.

Zeit es uns dort gemütlich zumachen blieb allerdings nicht. Ein Zauber, der vermutlich uns gegolten hatte, sprengte den ganzen Bug der Galeere ab. Während mir dieser Umstand eigentlich recht gelegen kam, versuchten meine Gefährten mit aller Gewalt und akrobatischen Einlagen an Bord des falschen Schiffes zu bleiben. Warum nicht einfach abwarten, bis das Ding absäuft und anschließend diesen Ikuppi aus dem Wasser fischen, dachte ich mir während ich mir von meinen Männern an Bord des Luftschiffes, das inzwischen etwas höher schwebte, helfen ließ. Ich habe noch nie von einem Zauberer gehört, der schwimmend ein Ritual hinbekommt.

Mir gelang es listenreich einige der Seesoldaten in die Fluten des Meeres zu locken, indem ich ihnen versprach sie an Bord zu nehmen. Unterdessen pflügten u’Nob und Iphedimeir hirnlos durch ihre Reihen. Das war kaum mitanzusehen und so hüpften Ka’ani, die inzwischen aus ihrem blutigen Delirium erwacht war, und ich über die Köpfe der Schwimmer, die so verzweifelt um die versprochenen Plätze an Bord wetteiferten, hinweg auf die Galeere. Was für ein Anblick das gewesen sein muss!

Dort angekommen halfen wir dabei das Deck freizuräumen und kämpften uns zu Ikuppi durch, der seine Munition verschossen zu haben schien. Doch halt, einen Pfeil hatte er noch im Köcher. Ein ziemlich böse aussehendes Schwert! Mit dem Ding spaltete er u’Nob sogar den Hammerhandschuh. Doch auch das half ihm letztendlich gegen unsere gebündelte Macht nicht weiter.

Tamium machte mit dem Schwert, was mit magischen Kram gemacht werden sollte, und entsorgte es im Meer. Iphedimeir machte, was Magier mit magischem Kram zu machen pflegen und besorgte es sich wieder. Um ihm weitere Tauchgänge zu ersparen, haben wir darauf verzichtet auch die Ringe des Magiers zu versenken. Wir hatten ohnehin wichtigeres zu tun: Ein paar Sklaven zu befreien, anstatt sie absaufen zu lassen. So konnten sie sich ein Floß bauen, das ihre Überlebenschancen gewaltig steigerte. Und damit auch die richtigen Leute dort Platz fänden, schossen wir noch ein paar Piraten ab.

Doch wie vorankommen, wenn ein Luftschiff nicht fliegt sondern nur ein wenig schwebt? Rudern, eine verdammt zähe Angelegenheit. Vor allem wenn hinten noch ein Floß dranhängt und manche Leute wollen, dass es da auch hängen bleibt.

Logbuch der Müden Gans Tage VIII – XII

hier schreibt Kapitän Kruun, Rudersklave

Rudern – gen Westen.

Logbuch der Kruuns Zorn Tag XIII

hier entrüstet sich Kapitän Kruun, Freiheitskämpfer

Wir haben ein Schiff aus Parsool gesichtet und u’Nob hat uns bemerkbar gemacht. Die Kerle schleppen unser Schiff zwar ab, aber sie wollten dass wir entwaffnet auf ihr Schiff kommen. Dem konnte ich als Kapitän nicht nachkommen. Ich habe auf Deck der „Lady of the Sea“ verdammt lange nichts von Ka’ani, u’Nob und Iphedimier gesehen.

Ich habe mit dem Kapitän der „Lady“ gesprochen. Thor Dongnus scheint ein Ehrenmann zu sein. Ich lasse meine Waffen hier und werde mit ihm zu Abend essen.

Er hat Wort gehalten und mich wieder auf mein Schiff gelassen. Der Kapitän ist wirklich ein feiner Kerl, doch sie haben Leute von der Hexenwacht aus Tyrus mit an Bord. Um Konflikt zu vermeiden wurden meine Gefährten in einer eigenen Kajüte, die verflucht nach einer Zelle aussieht, untergebracht. Ich habe Ka’ani versprochen ihre Waffen wieder an Bord unseres Schiffes zu bringen. Das wurde mir gestattet. Von Iphedimeirs magischem Kram keine Spur. Aber der sagte ja eh, dass das Zeug auf der „Lady of the Sea“ besser aufgehoben sei, als bei mir. Ich hoffe in der Stadt lässt sich alles klären. Der Master Sealguard soll durchaus kompetent sein.

Logbuch der Ka’anis Schmerz Tag XIV

hier wundert sich Admiral Kruun, Befehlshaber der zweitgrößten Luftschiffflotte

Traue niemals einem Mann aus Parsool! Wir haben endlich den Hafen erreicht und man hat meine Crew abgeführt wie Verbrecher. Ka’ani konnte sich zum Glück vor dieser Hexenwacht ins Hafenbecken flüchten und u’Nob ließen sie gehen. Iphedimeir wurde aber den Leuten aus Tyrus übergeben und ausgerechnet die geretteten Galeerensklaven sollen mit ihm als „Piraten“ hängen. Mich hat man vor die Wahl gestellt: Das Schiff übergeben und zu verschwinden, oder mich ebenfalls als Pirat hängen zu lassen. So geht man hier in der Stadt der angeblichen Piratenjäger als mir wirklichen Piratenjägern um?

Der Hinweis, dass ich der einzig freie und von Sartala unabhängige Luftschiffkapitän bin und meine Hilfe wertvoll wäre, brachte diese Pfeifen zumindest etwas zum Nachdenken. Doch sie wähnten sich dennoch in der stärkeren Verhandlungsposition, da mein Schiff ja nicht flugfähig sei. Etwas, das ich nicht bestätigen wollte.

Und manchmal hat man das Gefühl, dass sich die Götter tatsächlich für das Schicksal eines kleinen bescheidenen Helden interessieren. Denn gerade in diesem Moment berichtete mir einer meiner Männer, dass das Schiff offenbar wieder funktionstüchtig sei. Ich signalisierte ihm den Aufwärtsschub zu erhöhen und wartete den richtigen Moment ab, um die Taue zu kappen. Und schon hatte sich unsere Verhandlungsposition deutlich verbessert. Wie zum Hohn drehte ich noch eine Runde über den Dächern dieser verdammten Stadt, dann waren wir verschwunden.

Wir haben in ausreichender Entfernung versteckten Landeplatz gefunden. Ich werde mich sofort auf den Weg nach Parsool machen, um zu sehen, was ich für meine Freunde tun kann. Und wenn es das Luftschiff kostet…

Logbuch der Kruuns Tücke Tag XV

hier taktiert Kapitän Kruun, Ränkeschmied

Ich habe noch gestern Abend in Parsool dafür gesorgt, dass meine Nachricht an möglichst hochrangige Ohren herangetragen wird: Kapitän Kruun möchte verhandeln. Und falls seinen Freunden was zustößt, betrachtet er die Verhandlungen als gescheitert.

Heute Morgen herrsche viel Unruhe in der Stadt. Es heißt Ikuppi würde hingerichtet und die Besatzung der Lady of the Sea hätte diesen mit den Piraten zusammenarbeitenden Magier geschnappt. Was für eine Ladung Bouphondung soll das bitte sein? Ich muss jetzt zur Verhandlung. Vielleicht lässt sich da einiges klären.

Dieser Kalev Bauk, den sie mir geschickt haben, ist eine ebensolche Pfeife, wie all die anderen Mistkerle in diesem verdammten Parsool, Vermutlich hat auch dieser Master Sealguard nichts verstanden. Sein Kapitän, dieser verlogene kleine Thor Dongnus, schmückt sich mit unseren Federn und alle nehmen es einfach hin. Ich stehe jetzt auf irgendeiner Liste als „Pirat“! Pah! Zum Glück konnte ich die Verhandlungen aus luftiger und sicherer Höhe führen.

Und einen Vorteil hat die grenzenlose Inkompetenz dieses Kalev Bauks: Er hat ausgeplaudert, dass „wir“ diesen „Ikuppi“ befreit hätten. Um meine Freunde, insbesondere Iphedimeir, muss ich mich wohl nicht mehr sorgen. Und jetzt schreibe ich Sark Zandar Bley einen offenen Brief, den ich per Luftpost zustelle. Der Mann soll wissen, was er für Pfeifen beschäftigt und welche Gelegenheiten diese ihm verbauen. Er hätte die zweitgrößte Luftschiffflotte überhaupt haben können! Und den zweiterfahrensten Luftadmiral!

Inzwischen habe ich meine Gefährten tatsächlich ausfindig gemacht. Wohlbehalten und außerhalb von Parsool. Nur Iphedemeir sieht aus, als hätte sich ein irrer Maler an ihm verkünstelt. Wir fliegen nun erst einmal zum Turm der schwarzen Flamme. Vielleicht ist es klüger unsere nächsten Reisen ohne Luftschiff zu unternehmen…

Kult der Schwarzen Flamme

Der Schatten erwuchs im Süden und bewegte sich schnell über das Land. Ihm fielen Druiden, Banditen und Piraten zum Opfer, während ein dunkler Turm erwuchs und ein Luftschiff sich erhob und die Azurne Armee sich sammelte. Es hieß, dass sich unter den Meistern der Schwarzen Flamme ein Riese befand, der mit dem Schlag seiner Faust Paläste zum Einsturz bringen konnte. Man sagte, dass unter den Meistern der Schwarzen Flamme grausame Diener der Dunklen Götter wandelten, eine Abgesandte Tharungozoths, die jeden Tag neun Leben nahm und ein entstellter Diener Morgazzons, dessen Anblick allein einen Mann in den Wahnsinn trieb. Man sagte, dass der Vierte Meister der Schwarzen Flamme ein Zauberer war, der Fillana die Macht über die Sterne stahl. Und man sagte, dass die Meister der Schwarze Flamme die Welt vernichten wollten, um sich an den Göttern zu rächen. Es hieß, dass jeder Mann und jede Frau mit ausreichend Zerstörungswillen bei der Schwarzen Flamme willkommen war. So wuchs der Kult und setzte sich wie ein Geschwür in jede Stadt und jeden Winkel des Landes. Bald kam es zu einem Krieg zwischen den Kulten und niemand wusste, wie der Aufstand der Flamme enden mochte. War es wahr, dass die Meister der Schwarzen Flamme den Fluch über der sagenhaften Stadt Shabur brachen, um sich in den Besitz eines Artefaktes der Dunklen Götter zu bringen, das ihnen die Eroberung des Südens ermöglichte? War es wahr, dass die Schwarze Flamme den Rat der Zauberer von Zalut vernichtete und über die Macht von Thule gebot? War es wahr, dass die Schwarze Flamme alle Azurnen Lemurias vereinigte, um den Norden zu erobern? War es wahr, dass die Schwarze Flamme die Hexenkönigin von der Feuerküste zu ihrer Dienerin machte? War es wahr, dass die Schwarze Flamme den Königen der Welt ihre Schätze nahmen? Wir wissen es nicht genau. Aber niemand war in diesen Zeiten sicher.

– aus der Blutroten Edda